Johannes Kahrs, MdB | Hamburger Kulturprojekte durch Bundeshaushalt gefördert – 55 Millionen Euro an Bundesmitteln gehen in die Hansestadt
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Hamburger Kulturprojekte durch Bundeshaushalt gefördert – 55 Millionen Euro an Bundesmitteln gehen in die Hansestadt

Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) setzen sich erfolgreich für Hamburger Kulturprojekte ein – weitere 55 Millionen Euro an Bundesmitteln gehen in die Hansestadt: Die beiden Hamburger Abgeordneten konnten in den Haushaltsberatungen für das Jahr 2019 knapp 55 Millionen Euro des Bundes für diverse kulturelle Projekte in Hamburg durchsetzen. Das Altonaer Museum wird als neuer Leuchtturm der Hamburger Museenlandschaft 19,5 Millionen Euro über fünf Jahre bekommen. Hinzu kommen Mittel für die Erweiterung und Sanierung der Kunsthalle Hamburg (etwa 10,7 Millionen), die Sanierung der Alsterschwimmhalle (10 Millionen), die „Straße der Inklusion“ der Stiftung Alsterdorf (rund 7,5 Millionen), die Sanierung des Kraftwerks Bille (2,35 Millionen) sowie für die Privattheatertage Hamburg (1,5 Millionen) und Mittel aus dem Denkmalschutzsonderprogramm VII (1,45 Millionen).

 

 

 

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in der heutigen Bereinigungssitzung den Haushalt für 2019 beschlossen. Der Kulturetat des Bundes wurde in den parlamentarischen Verhandlungen deutlich aufgestockt, wovon Hamburg mit gleich mehreren kulturellen Projekten profitieren konnte:

 

 

Altonaer Museum – 19,5 Mio.

 

Das Altonaer Museum gehört zum Kernbestand der Hamburger Museen. 1901 mit einem Museumsneubau ausgestattet und 1863 im Jahr gegründet, gehört es zu den traditionellen Häusern in der Hamburger Museumslandschaft. Der zweite Weltkrieg sowie ein Brand 1980 haben das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen, eine grundsätzliche Sanierung geschah bis heute nicht. Mit den nun zur Verfügung gestellten Bundesmittel kann eine Revitalisierung und ein Teil-Neubau umgesetzt werden. Auch sollen die Ausstellungen selbst grundlegend erneuert und erweitert werden. Somit wurden die Sanierungen aller historischen Museen Hamburgs vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags zur Hälfte mitfinanziert.

 

 

Kunsthalle Hamburg – 10,7 Mio.

 

Die Sammlung der Hamburger Kunsthalle umspannt Kunst aus acht Jahrhunderten und ist eine der wichtigsten öffentlichen Kunstsammlungen Deutschlands. 2019 feiert die Kunsthalle ihr 150-jähriges Jubiläum und wird dort das Erreichte und die Projekte der Zukunft präsentieren: eine neue gesellschaftliche Rolle des Museums in der Stadt und der Abschluss des begonnenen Sanierungsprogramms. Denn trotz umfangreicher Modernisierung 2014 bis 2016 besteht aufgrund des Investitionsstaus der letzten Jahrzehnte Sanierungsbedarf.

Vor diesem Hintergrund soll die Kunsthalle in den Bereichen Kupferstichkabinett, Bibliothek sowie historisches Archiv räumlich erweitert und modernisiert werden. Darüber hinaus wird mit den vom Bund bereitgestellten Mitteln ermöglicht, den Sammlungsbereich der zeitgenössischen Kunst zu sanieren.

 

Alsterschwimmhalle – 10 Mio.

 

Die zwischen 1968 und 1973 errichtete Alsterschwimmhalle galt seit Aufnahme des Betriebs als das Flaggschiff der Hamburger Bäder – aufgrund der Besucherzahlen, der Baulichkeit sowie der imposanten Architektur. Nach über 40 Betriebsjahren zeigt sich nun in der mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Schwimmhalle ein erheblicher Sanierungsbedarf, der mit etwa 70 Millionen Euro Gesamtkosten geschätzt wird. Nun soll die Grundsanierung im Bereich des Denkmalschutzes mit 10 Millionen Euro des Bundes finanziert werden.

 

Straße der Inklusion – ca. 7,5 Mio.

 

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf erhält Bundesfördermittel in Höhe von etwa 7,5 Millionen Euro für umfangreiche Sanierungs-, Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen im Projekt „Straße der Inklusion“. Ziel des Projektes ist die Errichtung eines barrierefreien und denkmalgerechten Gedenk- und Lernortes, an dem sich Besucher mit der systematischen Massenermordung von Menschen mit Behinderungen in der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen können. Die Gebäude befinden sich derzeit allerdings in einem baufälligen Zustand. Der geschätzte Finanzierungsbedarf beläuft sich auf knapp 15 Millionen Euro. Etwa die Hälfte der Kosten für die Sanierung wird nun durch die Förderung des Bundes gedeckt.

 

 

Kraftwerk Bille – 2,35 Mio.

 

Das Kraftwerk Bille ist ein innerstädtisch gelegenes ehemaliges Fabrikensemble aus dem späten 19ten Jahrhundert. Das Kraftwerk am Nordufer der Bille ging 1901 als viertes Hamburger Kraftwerk ans Netz. Die Liegenschaft überstand als eines der wenigen Gebäude im industriell geprägten Hamburger Osten die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg. Das Kraftwerk Bille ist damit Hamburgs ältestes erhaltenes Kraftwerk und ein anschauliches Zeugnis der Hamburger Industrie- und Baugeschichte. Der Bund beteiligt sich an der denkmalgerechten Sanierung mit 2,35 Millionen Euro. Mit Projekten aus Kunst und Kultur soll der Hamburger Osten sodann ein neues Vorzeigeprojekt bekommen.

 

 

Privattheatertage – 1,15 Mio.

 

Die Privattheatertage wurden 2012 als Festival, Leistungsschau und Wettbewerb ins Leben gerufen und erfreuen seither jährlich das regionale und überregionale Publikum, die Fachwelt sowie die Medien mit Vielfalt und Professionalität. Seither haben sich rund 182 unterschiedliche Privattheater aus 67 Städten und Orten Deutschlands beworben.

Vom 11. Juni bis 23. Juni 2019 sollen nun die 8. Privattheatertage in Hamburg stattfinden. Für die Durchführung dieses Festivals stellt der Bund 1,15 Millionen Euro zur Verfügung.

 

 

Denkmalschutzsonderprogramm VII – 1,45 Mio.

 

Auch wurde im Rahmen der Bereinigungssitzung die Projektliste des Denkmalschutzsonderprogramms mit den Vorhaben beschlossen, die durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert werden. So konnten insgesamt für die Sanierung von Denkmälern in Hamburg folgende Projekte profitieren: Haus des CVJM zu Hamburg (79.000 €), Kohle-Dampf-Seeschiff „Stettin“ (530.000 €), Harburger Schlossgewölbe (190.000 €), Kirche St. Pauli (346.000) sowie die Dreieinigkeitskirche St. Georg (305.000 €).