Johannes Kahrs, MdB | Nicht vor den Scharlatanen kuschen – „Homoheilern“ jetzt Einhalt gebieten!
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Nicht vor den Scharlatanen kuschen – „Homoheilern“ jetzt Einhalt gebieten!

Anlässlich der jüngsten Diskussionen um selbsternannte „Homoheiler“ erklärt Johannes Kahrs, Sprecher für die Belange von Lesben und Schwulen der SPD-Bundestagsfraktion:

 

„Wir als SPD-Bundestagsfraktion unterstützen die Forderungen der Community hier ausdrücklich. Pseudotherapeutische Umpolungsversuche erinnern mehr an Werkzeuge aus dem mittelalterlichen Folterkeller, als an den Umgang einer liberalen, aufgeklärten Gesellschaft mit Menschen verschiedener sexueller Identitäten. Besonders abstoßend ist hieran, dass sich diese „Homoheiler“ mit ihren Methoden auch an Kindern und Jugendlichen zu vergehen versuchen, die noch mitten in ihrer Persönlichkeits- entwicklung stecken. Das muss sofort aufhören.

 

Die sogenannte „Konversionstherapie“ ist ein vor allem aus US-amerikanischen evangelikalen Kreisen bekannter Ansatz zum Ziel der zwangsweisen Veränderung der sexuellen oder geschlechtlichen Identität. Auch in Deutschland gibt es eine Reihe von Organisationen und Einzelpersonen, die in diesem Bereich tätig sind und die gerade auch Minderjährige für dieses Ziel zu manipulieren versuchen. Im Jahr 2014 wurde die „Konversionstherapie“ von Mitgliedsstaaten des Ausschusses der Vereinten Nationen gegen Folter erstmals als potentielle Verletzung des internationalen Folterverbots gerügt.

 

Wir fordern Gesundheitsminister Jens Spahn daher auf, den Verantwortungen seines Ressorts nachzukommen und in Zusammenarbeit mit den Ländern und Ärztekammern diesen Scharlatanen Einhalt zu gebieten. Vor der Lobby religiöser Fundamentalisten zu kuschen und die Augen vor den seelischen Verletzungen, die aus dieser Pfuscherei resultieren, zu verschließen, wäre völlig inakzeptabel. Wir sind bereit, das Thema direkt nach der Sommerpause anzugehen!“