Johannes Kahrs, MdB | Büro MdB Kahrs
1
archive,author,author-admin,author-1,ajax_fade,page_not_loaded,,content_with_no_min_height,select-theme-ver-3.6,wpb-js-composer js-comp-ver-6.0.5,vc_responsive

Pressemitteilung – Gamesförderung kommt – 50 Millionen Euro Bundesmittel pro Jahr

Anlässlich der Ergebnisse der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses zum Einzelplan 12 des Bundesverkehrsministeriums erklärt Johannes Kahrs, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Hamburg-Mitte:

„Wir Sozialdemokraten sind froh, dass es uns gelungen ist, die Gamesförderung nicht nur für das Jahr 2020, sondern auch durch Verpflichtungsermächtigungen für die Folgejahre in der Bereinigungsvorlage des Bundesfinanzministers zu verankern.

Nachdem wir schon die Gamesförderung 2019 im Haushaltsausschuss durchgesetzt haben, wollen wir uns nicht wieder in jährlichen Kämpfen um eine Fortführung dieser unbedingt notwendigen Förderung verkrampfen. Jetzt ist wichtig, dass der Bundesverkehrsminister das Förderprogramm auch ordentlich, schnell und unbürokratisch aufs Gleis setzt.“

Pressemitteilung – Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) setzen sich erfolgreich für die Synagoge am Bornplatz ein

Die beiden Hamburger Bundestagsabgeordneten konnten in den diesjährigen Haushaltsberatungen für eine Machbarkeitsstudie zum Wiederaufbau der Synagoge am Bornplatz 600.000 Euro durchsetzen.

Die Synagoge am ehemaligen Bornplatz (heute Joseph-Carlebach-Platz) wurde 1908 eingeweiht. Während der Novemberprogrome 1938 wurde sie geschändet und in Brand gesetzt, ein Jahr später wurde die Jüdische Gemeinde gezwungen, das Grundstück zu einem geringen Preis zu verkaufen und den Kosten für den Abriss der Synagoge selbst zu tragen.
Heute zeigt auf dem Joseph-Carlebach-Platz das Synagogenmonument von Magrit Kahl den Grundriss des Gotteshauses: in Form von polierten Granitsteinen, die in den Platz eingelassen sind. In den letzten Tagen gab es eine Debatte um den möglichen Wiederaufbau der früheren Hauptsynagoge. Mit dem Landesrabbiner Shlomo Bistritzky sowie Peter Tschentscher findet sich prominente Unterstützung für dieses Vorhaben. Nun konnte der Haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs MdB, in der heutigen Bereinigungssitzung 600.000 Euro in dem Etat des Bundesinnenministerium bereitstellen, um eine Machbarkeitsstudie zum Wiederaufbau zu finanzieren. Ziel soll sein, eine Originalkonstruktion der Außenfassade mit einem modernen Innenraum zu ergründen.

Johannes Kahrs (SPD): „Die Hauptsynagoge am Bornplatz war das Symbol jüdischen Lebens in Hamburg. Deshalb haben die Nationalsozialisten sie geschändet und niedergebrannt. Mir ist wichtig, dass, wenn die Synagoge wiederaufgebaut wird, die Außenhülle originalgetreu rekonstruiert wird. Der Innenraum muss an den heutigen Gegebenheiten angepasst werden.“

Rüdiger Kruse (CDU): „Das jüdische Leben in Eimsbüttel wächst von Jahr zu Jahr. Vor einigen Jahren haben wir mit Bundesmitteln die Sanierung des jüdischen Bildungszentrums an der Rothenbaumchaussee unterstützt. Seit rund zehn Jahren ist der Wiederaufbau der Synagoge auch immer Thema der Gespräche mit der Gemeinde gewesen. Die Zeit ist reif, dieses herausragende Projekt in Angriff zu nehmen. Mit Workshops und einer Studie wird die Grundlage für die Planung geschaffen, der konkrete Wiederaufbau ist dann der nächste Schritt.

Pressemitteilung – Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) setzen sich erfolgreich für Hamburger Kulturprojekte ein – über 194 Millionen Euro an Bundesmitteln gehen in die Hansestadt

Die beiden Hamburger Abgeordneten konnten in den Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 über 194 Millionen Euro des Bundes für diverse kulturelle Projekte in Hamburg durchsetzen. Neue Strahlkraft soll das kulturelle Zentrum Kampnagel durch eine Sanierung erlangen (120 Millionen Euro gesamt, 60 Millionen Euro Bund). Auch werden Mittel für das Deutsche Hafenmuseum (58 Millionen Euro), für ein neues Einwanderermuseum (46 Millionen Euro gesamt, 23 Millionen Euro Bund) und für die Markthalle am Klosterwall (43,25 Millionen gesamt, 21,625 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt. Das Reeperbahnfestival wird bundesseitig künftig mit rund 20 Millionen Euro stärker gefördert. Ein besonderer Fokus wird im diesjährigen Kulturetat auf der Erinnerungskultur liegen.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der heutigen Bereinigungssitzung den Haushalt für 2020 beschlossen. Der Kulturetat des Bundes wurde in den parlamentarischen Verhandlungen im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich aufgestockt, wovon Hamburg mit gleich mehreren kulturellen Projekten profitieren konnte:


Kampnagel – 60 Mio.
Kampnagel ist ein Zentrum für zeitgenössische darstellende Künste auf einem Werksgelände in Winterhude. Auf insgesamt sechs Bühnen werden großformatige Arbeiten von internationalen Künstlern ebenso wie experimentelle Neuentdeckungen der lokalen Hamburger Szene gezeigt.
Mit dem hohen künstlerischen Niveau und der internationalen Strahlkraft kann Kampnagel seit vielen Jahren baulich und technisch nicht mehr mithalten. Das Haus ist seit der provisorischen Nutzung als Ersatzspielort des Schauspielhauses Anfang der 1980er Jahre und der Eroberung des Geländes durch freischaffende Künstler organisch gewachsen, ohne je als langfristiger Spielort ausgestattet zu werden. Für insgesamt 120 Millionen Euro (davon 60 Millionen Euro des Bundes) soll das Zentrum Kampnagel modernisiert und erweitert werden.

Johannes Kahrs: „Immer, wenn ich auf Kampnagel bin, freue ich mich über die Inszenierungen, schäme mich aber zugleich etwas für die baulichen Zustände, die wackeligen Tribünen und die Arbeitsbedingungen für die Künstler und Mitarbeiter. Deshalb habe ich mich sehr für eine Grundsanierung eingesetzt.“

Deutsches Hafenmuseum – 58 Mio.
Mit dem Haushalt 2016 wurden seitens des Bundes die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, das Deutsche Hafenmuseum zu konzeptionieren und zu errichten. Es soll ein Museum der Globalisierung werden, indem man die Geschichte und Gegenwart der weltweiten wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Verflechtungen erleben kann. Die Planungen sind mittlerweile so fortgeschritten, dass nun eine Zwei-Standort-Lösung verfolgt wird. Die zusätzlichen Mittel in Höhe von 58 Millionen sollen für die Herrichtung des 50er-Schuppens als zweiten Standort des Hafenmuseums – hierfür allein 20 Millionen Euro – für Sanierungsarbeiten an der PEKING sowie für die Herrichtung des Liegeplatzes Holthusenkai dienen.

Johannes Kahrs: „Mir ist wichtig, dass unter anderem der zweite Standort 50er-Schuppen nicht vernachlässigt wird. Mit den 20 Millionen Euro können der Schuppen, die Kräne, Pontons und andere Ausstellungsstücke saniert und präsentiert werden.“

Rüdiger Kruse: „Mit dem Hafenmuseum bekommt Deutschland ein nationales Museum zum Thema Handel. Kein besserer Ort ist denkbar als Hamburg, denn hier trifft Vergangenheit Zukunft, das Museum liegt in mitten eines aktiven Welthafens. Besser geht nicht.“

Einwanderermuseum – 23 Mio.
Mit dem Auswanderermuseum BallinStadt verfügt die Freie und Hansestadt Hamburg über eine Einrichtung, in der Migrationsprozesse in Vergangenheit und Gegenwart mit überregionaler Perspektive vermittelt werden. Das Ganze befindet sich an einem historischen Ort: der früheren Auswandererhallen in Hamburg-Veddel.
Nun wird angestrebt, neben dem Auswanderermuseum einen völlig neuen, eigenständigen musealen Ausstellungs- und Veranstaltungskomplex zu errichten, der insbesondere der Einwanderung nach Deutschland im 20. und 21. Jahrhundert gewidmet sein soll. Aus- und Einwanderermuseum an dem selben Standort bilden so ein „Zentrum Migration“ von nationaler und internationaler Bedeutung. Für dieses besondere Projekt werden 46 Millionen Euro benötigt, wobei der Bund 23 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

Johannes Kahrs: „Das Zusammenspiel von deutscher Auswanderung und Einwanderung nach Deutschland – mit ähnlichen Lebenswegen und Erfahrungen – trägt zum besseren Verständnis auf beiden Seiten bei. Mir ist es wichtig, bei der Entwicklung des Museums insbesondere die Erfahrungen der Einwanderer aus der ersten Generation einfließen zu lassen.“

Markthalle Hamburg – 21,625 Mio.
Die Markthalle Hamburg ist ein Gebäudekomplex am Klosterwall in Hammerbrook und besteht aus dem Kultur- und Veranstaltungszentrum Markthalle sowie aus Einrichtungen der Kunstmeile. Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex muss aufgrund des schlechten Bauzustands grundsaniert werden. Hierzu gehört insbesondere die brandschutztechnische sowie statische Ertüchtigung von Bauteilen. Dabei soll die ursprüngliche Ansicht des Nordportals freigelegt und ein attraktiver Vorplatz geschaffen werden. Das Bauvorhaben ist von 2020 bis 2023 geplant und wird mit 21,625 Millionen Euro des Bundes gefördert.

Johannes Kahrs: „Besonders am Herzen liegt mir die denkmalgerechte Sanierung und die neu zu errichtende Veranstaltungshalle für 2000 Besucher in der Markthalle. Besonders cool ist der Standort am Hauptbahnhof.“

Reeperbahnfestival – 19,625 Mio.
Das Reeperbahnfestival feierte in diesem Jahr seine 14. Ausgabe und ist mittlerweile eine feste Größe in der nationalen und internationalen Musik- und Festivalszene. Diese Erfolgsgeschichte soll fortgeschrieben werden. Der Bund unterstützt das Vorhaben künftig mit knapp 20 Millionen Euro. Mit dieser Förderung sollen unter anderem eine Music Business Summerschool sowie ein zusätzliches viertägiges Bühnenprogramm etabliert werden, welches umsonst und gut erreichbar einen einfachen Zugang zu populärer Musik für alle sozialen und kulturellen Gruppen bieten soll.

Johannes Kahrs: „Was die Berlinale für Filmliebhaber und die Frankfurter Buchmesse für Literaturfans ist, ist das Reeperbahnfestival für die Musikszene. Mit den zusätzlichen Mitteln ist das Reeperbahnfestival das ganze Jahr in Hamburg, Europa und der Welt aktiv und dauerhaft abgesichert.“

Kirchplatz St. Michaelis – 3,5 Mio.
Ziel der Umgestaltung des Kirchplatzes ist es, die Aufenthaltsqualität zu steigern und auch durch neue Veranstaltungsformate wie Märkte und Freiluftkonzerte rund um die Kirche einen lebendigen Platz für alle Hamburger und ihre Gäste aus aller Welt zu schaffen. Darüber hinaus werden ein neues Besucherzentrum inkl. einem Medienturm, der die Geschichte des Michel erzählt, eine neue Lichtgestaltung sowie eine Neugestaltung der Turmhalle mit den Mitteln finanziert. Das Gesamtvorhaben kostet 7,5 Millionen Euro, der Bund beteiligt sich mit 3,5 Millionen Euro.

Rüdiger Kruse: „St. Michaelis ist nicht nur eine der Hamburger Hauptkirchen, St. Michaelis ist unser Michel. Das Umfeld unseres Wahrzeichens endlich einladend zu gestalten, die Besucher der Kirche besser leiten zu können wird durch diese Förderung möglich. Plätze erfüllen eine sehr wichtige Funktion in einer Stadt, aber nur, wenn sie attraktiv sind. Das schaffen wir jetzt.“

Gedenkstättenprogramm – ca. 5,4 Mio.
Ein Fokus des diesjährigen Kulturetats soll auf der Erinnerungskultur liegen. Hierzu gehört beispielsweise, dass KZ-Gedenkstätten vernünftig und zukunftsorientiert ausgestattet werden. In Hamburg profitiert davon die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die 2,94 Millionen Euro vom Bund für Sanierungsmaßnahmen erhält. Auch wird mit 2,435 Millionen Euro die Restaurierung des Jüdischen Friedhofs Ilandkoppel realisiert (Gesamtvolumen 4,89 Millionen Euro).

Weitere Vorhaben
Eine Förderung seitens des Bundes bekommt die Friedenskirche Altona in Höhe von 2,4 Millionen Euro für Restaurierungsarbeiten (Gesamtvolumen 4,8 Millionen Euro). Die Hamburger Staatsoper erhält eine Million Euro vom Bund (zwei Millionen Euro Gesamtvolumen), um ihr Zuschauerhaus mit Hilfe eines neuen Fahrstuhls barrierefrei zugänglich zu machen. Für 1,3 Millionen Euro soll das Theaterschiff Hamburg saniert werden (665.000 durch den Bund). Die Finkwarder Speeldeel e.V. erhält eine Förderung von 937.000 des Bundes für die Sanierung der Oole Wach als soziokulturelles Zentrum.

Meine Rede zum Bundeshaushalt 2020 – Schlussrunde

Heute endet die erste Woche der Haushaltsberatungen 2020. Als Koalition übernehmen wir Verantwortung für unser Land, machen keine neuen Schulden, entlasten 90% der Deutschen und stehen zu unseren Versprechen. Diese Woche hat gezeigt: die AfD kann nur spalten. Die Grünen können nicht mehr als ein Wohlfühlgefühl zu vermitteln. Die FDP ist armselig. Und die Linke vermittelt das übliche Wünsch-dir-was-Gefühl.

Steuerschätzung kein Grund für Steuersenkungen für Reiche

Die Staatseinnahmen steigen wegen der eingetrübten Konjunktur nicht mehr so stark wie zuletzt. Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion erläutert die Hintergründe – und macht die Prioritäten klar.

„Die aktuelle Steuerschätzung ist kein Grund für Panikattacken und keine Rechtfertigung für wildeste Forderungen nach Steuersenkungen für reiche Menschen und hochprofitable Unternehmen, die als Konjunkturprogramm getarnt werden sollen.

Nach mehreren außergewöhnlich guten Jahren kehren wir zur haushaltspolitischen Normalität zurück. Jetzt ist Prioritätensetzung in den Ministerien gefragt. Die Einnahmen gehen auch deswegen zurück, weil wir durch das Familienentlastungsgesetz viel für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen getan haben und den Soli abschaffen werden für 90 Prozent der Steuerzahler.

Bei den Ausgaben bleibt es dabei: Es wird Rekordinvestitionen geben für Verkehr, Breitbandausbau, die Digitalisierung der Schulen sowie den sozialen Wohnungsbau. So verbinden wir sozial gerechte und wachstumsorientierte Finanz- und Haushaltspolitik.“

Pressemitteilung – Johannes Kahrs setzt sich erfolgreich für Denkmalschutzprojekte in Hamburg ein

Der Hamburger Bundestagsabgeordnete konnte im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms VIII Förderungen von mehr als drei Millionen Euro für Hamburger Projekte durchsetzen.

Mit seiner heutigen Sitzung hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags die Projektliste des Denkmalschutzsonderprogramms VIII beschlossen. Folgende Projekte konnten davon in Hamburg profitieren: 

Försterhaus Bramfeld (352.000 Euro)

Das 1890 errichtete Försterhaus gehört zur Kulturinsel Bramfeld. Es besteht aus drei Teilen: dem Haupthaus, einem Verbindungsbau sowie einem Werkstattteil. Nun soll das Haus denkmalgerecht saniert werden, indem unter anderem die Fassade erneuert oder auch der Dachstuhl instandgesetzt wird. Das bisher gewerblich genutzte Forsthaus soll im Anschluss in eine kulturelle Einrichtung umgewandelt werden. Das Gesamtvorhaben mit einem Volumen von 762.000 Euro unterstützt der Bund mit 352.000 Euro.

Lieger Klütjenfelde (195.000 Euro)

Der Lieger Klütjenfelde (Baujahr 1912) ist mit seiner einzigartigen Bauweise der größte original erhaltene Hamburger Hafen-Lieger der Ewerführerei. Das schwimmende Werk- und Kontorgebäude wird denkmalgerecht instandgesetzt. Die Holzfassaden, das Dach sowie Fenster und Türen werden dabei hergerichtet, um das derzeit leerstehende Gebäude einer musealen oder auch wissenschaftlichen Nutzung zuzuführen. Die Sanierung unterstützt der Bund mit 195.000 Euro (Gesamtvolumen 390.000 Euro).

Villa Mutzenbecher (235.000 Euro)

Die Villa Mutzenbecher ist ein aus dem 19. Jahrhundert stammendes Gebäude, welches mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Sie ist das letzte, im Stil eines englischen Landhauses erhaltene Gebäude in Hamburg. Heutzutage wird sie im Zuge der Ausbildung von Jugendlichen mit geringen Startchancen wiederinstandgesetzt. Sie ist basierend auf ihrer Lage, Beschaffenheit und Historie ein Ort der Bildung und Begegnung geworden. An der denkmalgerechten Sanierung beteiligt sich der Bund mit 235.000 Euro.

Hörsaal Uniklinikum Eppendorf (436.000 Euro)

Der historische Hörsaal im Fritz-Schumacher-Haus auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf wurde zwischen 1913 und 1926 erbaut. Er besaß damals Besonderheiten von symbolischer Bedeutung, wie beispielsweise drei große Glasfenster mit Blick in den benachbarten, 240 Quadratmeter großen Sektionssaal. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurden die Decken abgehängt und die Torbogen verschlossen, um eine Entlüftungsanlage für den Sektionssaal einzubauen. Ziel des Antrags ist die denkmalgerechte Wiederherstellung der ursprünglichen Struktur, einschließlich der Wiederherstellung der Fenster zwischen Hörsaal und Sektionssaal und der Rekonstruktion des historischen Gestühls. Durch diese Maßnahme erhält das Medizinhistorische Museum Hamburg einen herausragenden Veranstaltungssaal und das Uniklinikum einen vielseitig einsetzbaren Hörsaal. Der Bund beteiligt sich an dem Projekt mit 436.000 Euro.

Hasse-Aula Bergedorf (449.000 Euro)

Die Hasse-Aula wurde auf die 1908 errichtete Schulturnhalle der damaligen Bergedorfer Volksschule gestellt und diente als schulischer Feier- und Versammlungssaal. Heute werden Aula und Turnhalle von der Rudolf-Steiner-Schule zu Schulzwecken genutzt.  Die jetzt durchzuführende Sanierung beinhaltet die Wiederherstellung der ursprünglichen Fassade sowie Stuckarbeiten nach historischem Vorbild. Der Bund unterstützt dieses Projekt mit 449.000 Euro. 

Peter-Orgel der Hauptkirche St. Nikolai (1.025.000 Euro)

Die Peter-Orgel aus den 1960er Jahren ist ein Klangdenkmal der Gegenwart. Die sichtbare Vorderseite des Pfeifengehäuses ist ganz auf den Kirchenraum hin ausgerichtet. Als Beispiel für herausragende Nachkriegsarchitektur steht der Orgelprospekt unter Denkmalschutz. Jedoch sind weite Teile der Peter-Orgel auf der Empore nicht mehr spielbar, da ganze Register und die Elektronik defekt sind. Durch die Mittel des Denkmalschutzsonderprogramms soll die Orgel so restauriert werden, dass auf ihr wieder einwandfrei gespielt werden kann. Das Gesamtvorhaben umfasst 2.051.000 Euro, der Bund beteiligt sich zur Hälfte.

Villa Chabad (405.000 Euro)

Die Villa Chabad wurde ehemals als Einfamilienhaus, fünfstöckig, im Jahr 1877 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Außergewöhnlich ist die Intensität der Errichtung hinsichtlich der Ausstattungsqualität zur damaligen Zeit. Heutzutage dient das Haus als jüdisches Bildungszentrum, was auch in Zukunft geplant ist. Die anstehenden Projekte sind größtenteils die Restaurierung, Freilegung und Rekonstruktion von Decken- und Wandmalereien sowie Stuckzugängen. Hinzu kommen weitere wichtige Arbeiten im Bereich der Denkmalpflege, Restaurierung und Rekonstruktion. Der Bund fördert das Projekt mit 405.000 Euro.

Segelschiff „Freddy“ (60.000 Euro)

Das Segelschiff “Freddy” wurde im Jahr 1946 im Baustil des KFK-Kutters erbaut. Aktuell wird das Segelschiff als historisches Wasserfahrzeug genutzt. Vorgesehen ist nun eine Sanierung der Masten, der hölzernen Außenhaut, des Holzdecks sowie der Stahlspanten. Anschließend soll die bisherige Nutzung des Schiffes weitergeführt werden. Der Bund unterstützt das Projekt mit 60.000 Euro.

Johannes Kahrs: „Ich bin stolz wie bolle, dass wir auch in diesem Jahr so vielen grandiosen Projekten helfen konnten. Ganz besonders freue ich mich über die Sanierung der Orgel der Hauptkirche St. Nikolai für über eine Million Euro Bundesanteil und die denkmalgerechte Wiederherstellung des Veranstaltungssaals des Medizinhistorischen Museums.“