Johannes Kahrs, MdB | Pressemitteilung – Johannes Kahrs setzt sich erfolgreich für Denkmalschutzprojekte in Hamburg ein
21271
post-template-default,single,single-post,postid-21271,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,content_with_no_min_height,select-theme-ver-3.6,wpb-js-composer js-comp-ver-5.7,vc_responsive

Pressemitteilung – Johannes Kahrs setzt sich erfolgreich für Denkmalschutzprojekte in Hamburg ein

Der Hamburger Bundestagsabgeordnete konnte im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms VIII Förderungen von mehr als drei Millionen Euro für Hamburger Projekte durchsetzen.

Mit seiner heutigen Sitzung hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags die Projektliste des Denkmalschutzsonderprogramms VIII beschlossen. Folgende Projekte konnten davon in Hamburg profitieren: 

Försterhaus Bramfeld (352.000 Euro)

Das 1890 errichtete Försterhaus gehört zur Kulturinsel Bramfeld. Es besteht aus drei Teilen: dem Haupthaus, einem Verbindungsbau sowie einem Werkstattteil. Nun soll das Haus denkmalgerecht saniert werden, indem unter anderem die Fassade erneuert oder auch der Dachstuhl instandgesetzt wird. Das bisher gewerblich genutzte Forsthaus soll im Anschluss in eine kulturelle Einrichtung umgewandelt werden. Das Gesamtvorhaben mit einem Volumen von 762.000 Euro unterstützt der Bund mit 352.000 Euro.

Lieger Klütjenfelde (195.000 Euro)

Der Lieger Klütjenfelde (Baujahr 1912) ist mit seiner einzigartigen Bauweise der größte original erhaltene Hamburger Hafen-Lieger der Ewerführerei. Das schwimmende Werk- und Kontorgebäude wird denkmalgerecht instandgesetzt. Die Holzfassaden, das Dach sowie Fenster und Türen werden dabei hergerichtet, um das derzeit leerstehende Gebäude einer musealen oder auch wissenschaftlichen Nutzung zuzuführen. Die Sanierung unterstützt der Bund mit 195.000 Euro (Gesamtvolumen 390.000 Euro).

Villa Mutzenbecher (235.000 Euro)

Die Villa Mutzenbecher ist ein aus dem 19. Jahrhundert stammendes Gebäude, welches mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Sie ist das letzte, im Stil eines englischen Landhauses erhaltene Gebäude in Hamburg. Heutzutage wird sie im Zuge der Ausbildung von Jugendlichen mit geringen Startchancen wiederinstandgesetzt. Sie ist basierend auf ihrer Lage, Beschaffenheit und Historie ein Ort der Bildung und Begegnung geworden. An der denkmalgerechten Sanierung beteiligt sich der Bund mit 235.000 Euro.

Hörsaal Uniklinikum Eppendorf (436.000 Euro)

Der historische Hörsaal im Fritz-Schumacher-Haus auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf wurde zwischen 1913 und 1926 erbaut. Er besaß damals Besonderheiten von symbolischer Bedeutung, wie beispielsweise drei große Glasfenster mit Blick in den benachbarten, 240 Quadratmeter großen Sektionssaal. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurden die Decken abgehängt und die Torbogen verschlossen, um eine Entlüftungsanlage für den Sektionssaal einzubauen. Ziel des Antrags ist die denkmalgerechte Wiederherstellung der ursprünglichen Struktur, einschließlich der Wiederherstellung der Fenster zwischen Hörsaal und Sektionssaal und der Rekonstruktion des historischen Gestühls. Durch diese Maßnahme erhält das Medizinhistorische Museum Hamburg einen herausragenden Veranstaltungssaal und das Uniklinikum einen vielseitig einsetzbaren Hörsaal. Der Bund beteiligt sich an dem Projekt mit 436.000 Euro.

Hasse-Aula Bergedorf (449.000 Euro)

Die Hasse-Aula wurde auf die 1908 errichtete Schulturnhalle der damaligen Bergedorfer Volksschule gestellt und diente als schulischer Feier- und Versammlungssaal. Heute werden Aula und Turnhalle von der Rudolf-Steiner-Schule zu Schulzwecken genutzt.  Die jetzt durchzuführende Sanierung beinhaltet die Wiederherstellung der ursprünglichen Fassade sowie Stuckarbeiten nach historischem Vorbild. Der Bund unterstützt dieses Projekt mit 449.000 Euro. 

Peter-Orgel der Hauptkirche St. Nikolai (1.025.000 Euro)

Die Peter-Orgel aus den 1960er Jahren ist ein Klangdenkmal der Gegenwart. Die sichtbare Vorderseite des Pfeifengehäuses ist ganz auf den Kirchenraum hin ausgerichtet. Als Beispiel für herausragende Nachkriegsarchitektur steht der Orgelprospekt unter Denkmalschutz. Jedoch sind weite Teile der Peter-Orgel auf der Empore nicht mehr spielbar, da ganze Register und die Elektronik defekt sind. Durch die Mittel des Denkmalschutzsonderprogramms soll die Orgel so restauriert werden, dass auf ihr wieder einwandfrei gespielt werden kann. Das Gesamtvorhaben umfasst 2.051.000 Euro, der Bund beteiligt sich zur Hälfte.

Villa Chabad (405.000 Euro)

Die Villa Chabad wurde ehemals als Einfamilienhaus, fünfstöckig, im Jahr 1877 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Außergewöhnlich ist die Intensität der Errichtung hinsichtlich der Ausstattungsqualität zur damaligen Zeit. Heutzutage dient das Haus als jüdisches Bildungszentrum, was auch in Zukunft geplant ist. Die anstehenden Projekte sind größtenteils die Restaurierung, Freilegung und Rekonstruktion von Decken- und Wandmalereien sowie Stuckzugängen. Hinzu kommen weitere wichtige Arbeiten im Bereich der Denkmalpflege, Restaurierung und Rekonstruktion. Der Bund fördert das Projekt mit 405.000 Euro.

Segelschiff „Freddy“ (60.000 Euro)

Das Segelschiff “Freddy” wurde im Jahr 1946 im Baustil des KFK-Kutters erbaut. Aktuell wird das Segelschiff als historisches Wasserfahrzeug genutzt. Vorgesehen ist nun eine Sanierung der Masten, der hölzernen Außenhaut, des Holzdecks sowie der Stahlspanten. Anschließend soll die bisherige Nutzung des Schiffes weitergeführt werden. Der Bund unterstützt das Projekt mit 60.000 Euro.

Johannes Kahrs: „Ich bin stolz wie bolle, dass wir auch in diesem Jahr so vielen grandiosen Projekten helfen konnten. Ganz besonders freue ich mich über die Sanierung der Orgel der Hauptkirche St. Nikolai für über eine Million Euro Bundesanteil und die denkmalgerechte Wiederherstellung des Veranstaltungssaals des Medizinhistorischen Museums.“